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Was Röhls Kongreß nicht wissen wollte…Es geht um die Krisenkonferenzen im Kaiserreich.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Von Gerd Fesser 20.08.2011 / Signal auf Krieg
ANNOTIERT
Er ist ein Schüler des bekannten Hamburger Historikers Fritz Fischer, der in den 1960er Jahren nachwies, dass das Deutsche Reich die Hauptverantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges trug, un…

https://www.neues-deutschland.de/artikel/204840.signal-auf-krieg.html

Fritz Fischer : “Warum sprecht Ihr nicht zur Sache?”

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Wenn er das lesen würde, was in Welt und FAZ (26.10.2011, S. N3) aus seiner Wissenschaft gemacht wird. Fischer befindet sich nämlich fest in der Hand seiner Gegner. Und die beschäftigten sich in London, wie wenn das Thema Erster Weltkrieg gerade erst wissenschaftlich entdeckt worden wäre, ausschließlich mit Fachfragen wie der Problematik des Flottenbaues, der französischen Politik in der Julikrise 1914 (Hoch lebe das Itinerarium einer isolierten Krise) oder dem „persönlichen Regiment“ Kaiser Wilhelms II. (um nur einiges zu erwähnen). Fischer wurde also lediglich als Anlaß benutzt, um wieder einmal alles zurechtzurücken. Es ist mit Händen zu greifen, dass es auch und vor allem um die Interessen der Ausrichter und Finanziers ging, wie z.B. John Röhl (Brightoner Schule), der sich durch seine – auch über seine Schülerinnen – vertretene veraltete biographische Annäherung an 1914 eher den Blick auf Strukturen, Verhältnisse und übergreifende weltpolitische Bezüge verstellt.

Weiter sind Ausrichtung und Finanzierung – und damit die Auswahl der Diskutanten – nicht voneinander zu trennen. Zählte doch Röhl mit der „Kriegsratthese“ (1969) einmal zu den Gedankengebern Fischers. Das änderte sich seit dem Eulenburg-Editions-Deal mit Herzfeld schon 1978 und damit begann seine breite Absetzbewegung in Richtung „Kotau“ vor der konservativen deutschen Zunft. (vgl. Schulte, Rückbesinnen und Neubestimmen, 2000).

So wurde in London (interessanterweise am Deutschen Historischen Institut, auch ein Finanzier) wieder einmal eher um Fischer herum, als über und mit ihm diskutiert. Dies vor allem, und das ist natürlich auch dem Einfluß der Töpfer-Stiftung Hamburg zuzurechnen, da die Gegner Fischers, die Vertreter der „Düsseldorfer Schule“ Wolfgang Mommsens, mit am Tisch saßen (Krumeich, Afflerbach) . Diese wolle Fischer „weiterentwickeln“ (Foerster an Schulte, 2000) , so hieß das, zerstörte realiter jedoch seine Hamburger Schule.

Der Versuchung, Legendenbildung über Erlebnisse von Zeitzeugen (Assistenten Fischers) zu betreiben, entging man in London nicht. Aber auch die verschiedenen – so wie oben gekennzeichnet – Freunde Röhls, zu denen ja auch der Freiburger Historiker Deist zählte, was Vieles im Nachhinein erklärt, verhinderten, dass über Krisenkonferenzen, Funktionsweisen der Regierungsinstanzen des Reichs im Hinblick auf zielorientierte Entschlußfähigkeit gesprochen wurde. Stattdessen wurden mit einer übergroßen Zahl englischer, canadischer und amerikanischer Forscher die, nicht immer mit Fischer zu verbindendenden, komparatistischen Ansätze (und damit Verschleierungen) überbetont.

Der Peinlichkeit, sich mit Fischers NS-Vergangenheit zu beschäftigen, entging der Kongreß selbstverständlich nicht. Ein Tagebuch von ihm aus dem Jahre 1942 soll (so Röhl in der WELT) nun Aufschluß über Fischers Distanz zum III. Reich gegeben haben. Die Tatsache aber, dass diese Informationen erst ans Licht kamen, als der Vorwurf gegen die Gegner Fischers und dessen NS-Verstrickungen veröffentlicht wurden, zeigt in die richtige Richtung. Dies, zumal Fischer lediglich mit ein paar hundert Reichsmark von Francks Institut gefördert wurde (seine Aussage im Vorfeld meines Filmberichts im hr zum 88. Geburtstag 1988), wohingegen Zechlin – wie Fischer mir sagte – in Berlin ein großes Kolonialinstitut bekam und tausende RM-Zuwendungen des damaligen Staates erhielt. Zechlin machte seine Hochzeitsreise „im Mittelmeerraum“ 1941, als Fischer an der Front war (vgl. Schulte, Weltmacht durch die Hintertür). Der Leutnant Fischer und die Anstellung am Franckschen Institut bilden eine weitere bereitwillige Verquickung Nachlebender, die so nicht hingenommen werden muß.

Es ließe sich, als “Zeitzeuge” (was konnte etwa Sösemann „bezeugen“, der gar nicht mit Fischer im Konnex stand?), bedingt durch 10 Jahre engster Zusammenarbeit, vieles sagen. Eines hätte Fischer, nach diesem Kongreß mit Sicherheit getan: er hätte auf den Tisch gehauen und gefragt: “warum sprecht Ihr nicht zur Sache?” Denn ausschließlich darum ging es ihm.

13-15 October
The Fischer Controversy 50 Years On
International Conference
Venue: German Historical Institute London

In 2011 it will be 50 years since Fritz Fischer’s seminal work Griff nach der Weltmacht (Bid for World Power) was published. His theses had a monumental effect on German and international historiography as well as on Germany’s understanding of its more recent past.

The aim of this international conference is to examine both the significance of the so-called Fischer controversy, one of the most acrimonious historiographical debates of the 20th century, and the significance of Fischer’s work for our understanding of the origins of the war. Using his theses as a starting point, but expanding beyond his focus on Germany and Austria-Hungary, the conference papers will re-examine Fischer’s theses comparatively, and based on the latest research. Speakers from the US, Canada, Germany, Austria and Britain have agreed to deal with controversial issues such as the origins of the war, the war aims of the Central and Entente powers and their crucial political decisions. The conference will also address aspects of the historiographical controversy by highlighting the reception of his work in Germany as well as other European countries.

The organisers are grateful for the generous funding and support received by the German Historical Institute, London. In addition, the conference has been generously funded by The Journal of Contemporary History, the German History Society, the Open University, and the Toepfer Stiftung.

Auf dass die Deutschen 1914 auch militärisch nicht kriegsbereit waren.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Epkenhans, wer anders, lobt Steins Werk zur deutschen Heeresrüstungspolitik zwischen 1890 und 1914 (vgl. sehepunkte).

Es geht in dieser, durch die “Düsseldorfer Schule” (W.J.Mommsen, Stig Foerster, Afflerbach, Krumeich) angeregten Arbeit darum, auch für den militärischen Bereich nachzuweisen, dass Deutschland (aus inneren Defekten) den Ersten Weltkrieg nicht “vom Zaune gebrochen” haben könne. Eben das zeigt Schulte in “Deutsche Policy of Pretention” für den Zeitraum 1871(1862) bis 1914!

Es geht ferner darum zu zeigen, dass, da  ja ein Primat der Politik über das Militärische im Kaiserreich bestanden habe (eine wesentliche Korrektur des Bildes, das Gerhard Ritter zwischen 1958 und 1968 entwarf), die Militärische Führungselite, aus antiquierter Einstellung heraus (Linnebach 1935/40), diejenige Rüstung, welche zum Kriege befähigt haben würde, a) nicht forderte und b) die Politik diese nicht zuließ. Plötzlich soll der “Philosoph von Hohenfinow” ein zupackender und “gerissener” Politiker, der “mit allen Wassern gewaschen” war, gewesen sein. Diese, Fischers Deutung vor 50 Jahren, wurde allerdings zuvor stets geschmäht. In der Julikrise hinwiederum soll der Reichskanzler verzweifelt und ein düsterer Pessimist (“in wenigen Jahren sind die Russen da”, Riezler Tagebuch) gewesen sein.

Ja, es gilt eine positive deutsche politische Tradition (Unschuld am Krieg) zu retten, die in der Vergangenheit zu nah an die Hitlerepoche gerückt worden sei. Dafür wird in Kauf genommen, die Mängel der Heeresrüstung vor 1914 Bethmann Hollweg “in die Tasche zu schieben”; war doch der, nach allgemeinem Verständnis, schon an sich gute Primat der Politik auch dort durchgehalten (wie heute).

Was soll da noch alles Diskutieren, wenn die Funktionsfähigkeit der deutschen Reichsleitung vor 1914 wieder einmal, als von irrationalen (hier: antiquierten) Vorstellungen beherrscht, und ins Unzeitgemäße verschoben, überverkompliziert dargestellt wird? Kurzum ein Sieg der vorgefaßten Meinungen. Und das Alles nur, um Fischer zu widerlegen?

Eine erste Besprechung zu Bernd F. Schulte, Deutsche Policy of Pretention.

Mittwoch, 1. September 2010

DIE TAGESZEITUNG. Junge Welt
Mittwoch, 1. September 2010, Nr. 202

Expansion als Staatsziel. Rezension. Ein Aufsatzband über die deutsche Hegemonialpolitik liefert komplexe Einsichten zur Vorgeschichte und zu den Ursachen des Ersten Weltkriegs
Von Alexander Bahar

Wer die aktuelle politische Weltlage in ihrer ganzen Explosivität begreifen will, der muß sich mit der europäischen Krise des Jahres 1914 beschäftigen. Unheilvolle Parallelen drängen sich dabei auf.

Ein 2009 in zweiter Auflage erschienener Aufsatzband aus dem Jahr 1983 zur »Policy of Pretention« des deutschen Kaiserreichs liefert hierzu eine Fülle an Material und unbequemen Einsichten. Dabei wird das teilweise verwirrende Spektrum des innenpolitischen Kräftespiels im Deutschen Reich akribisch herausgearbeitet. Autor ist der Historiker und Publizist Bernd F. Schulte, ein Schüler des berühmten Hamburger Zeitgeschichtlers Fritz Fischer. Schulte war Dozent an Hamburger Hochschulen und hat Filme und Fernsehsendungen produziert.

Die für den historischen Laien bisweilen schwer zugänglichen, weil aus der Fachdiskussion heraus entstandenen Aufsätze und Vorträge schlagen einen Bogen über 25 Jahre Weltkriegsforschung. »Dieser Band faßte 1982/83 jene Fragen und Antworten zum Forschungsstand ›Erster Weltkrieg‹ zusammen, die in der damaligen westdeutschen Geschichtsschreibung nicht zur Kenntnis genommen wurden«, heißt es in der Vorbemerkung zur Neuauflage.

Obwohl die Entstehungszeit der Aufsätze zum Teil weit über dreißig Jahre zurückliegt, haben die darin behandelten Fragen wenig an Aktualität eingebüßt. Und es gilt heute verstärkt, was der Autor als wesentlichen Grund für das Publikumsinteresse an der Erstauflage nennt, als die sogenannte NATO-Nachrüstung die Menschen bewegte: Es »entstand der Eindruck, nicht mehr in einer Nachkriegszeit, sondern in einer Vorkriegszeit zu leben«.

Die von Schulte in seiner Einleitung zur Erstauflage mit Bedauern konstatierte »Tendenzwende innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft«, die Mitte der 1970er Jahre einsetzte, »weg von einer progressiven Interpretation (Theorie-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte) zurück zu der traditionellen, neubelebten Diplomatiegeschichte alter Prägung in einer ›neuen politischen Geschichte‹, unter Verwendung modisch gewordener Versatzstücke aus der Politikwissenschaft (›Polykratielehre‹)«, hat längst, spätestens aber im Gefolge der Abwicklung der DDR- (Geschichts-)Wissenschaft, alle Bereiche der historischen Forschung erfaßt. Die offiziöse »historische Analyse«, die sich in Schultes Worten 1983 noch »anschickt (e), in die Diktion apologetischer, letztlich das Schicksal bemühender Erklärungsversuche zurückzufallen«, hat diesen Anpassungs- und Verfallsprozeß inzwischen weitgehend vollzogen.

Die »Fischer-Kontroverse«

Ausgangs- und Orientierungspunkt von Schultes Aufsätzen bildet die sogenannte Fischer-Kontroverse der 1960er Jahre. Zur Erinnerung: Der Hamburger Zeitgeschichtsprofessor Fritz Fischer hatte mit einem 1959 veröffentlichten Aufsatz sowie insbesondere mit seiner 1961 erschienenen Monographie »Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18« die deutsche Geschichtswissenschaft gründlich aufgemischt. Mit pointierten Thesen setzte sich Fischer darin deutlich von dem in Deutschland bis dahin gültigen Forschungsstand ab – und löste so eine hitzige Kontroverse aus.

Fischers Arbeiten beruhten auf akribischen Quellenrecherchen, vor allem der gründlichen Auswertung der Akten des Auswärtigen Amtes und der Reichskanzlei. Im Potsdamer Zentralarchiv war er auf das »Septemberprogramm« des Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg aus dem Jahr 1914 gestoßen, das in Erwartung eines raschen deutschen Sieges weitreichende Annexionen in Frankreich und den Beneluxstaaten sowie koloniale Inbesitznahmen in Zentralafrika vorsah. Dieses Programm, schrieb Fischer, stellte »keine isolierten Forderungen des Kanzlers dar, sondern repräsentierte Ideen führender Köpfe der Wirtschaft, Politik und des Militärs«, die darin formulierten Richtlinien seien »im Prinzip Grundlage der gesamten deutschen Kriegszielpolitik bis zum Ende des Krieges« gewesen (Griff, Sonderausgabe 1967, S. 95).

Ein Tabubruch

Deutschland, so legten es die Quellen nahe, war also keineswegs rein defensiv in den Krieg »hineingeschlittert«, sondern hatte von Anfang an weitreichende hegemoniale Kriegsziele verfolgt. Als Nachkriegsordnung schwebte den verantwortlichen Stellen die Schaffung eines von Deutschland beherrschten »Mitteleuropa« vor, das sich als Zollverband unter deutscher Führung von Frankreich bis Polen erstrecken sollte. Weitergehend stellte Fischer heraus, daß das projektierte Ziel einer deutschen Hegemonie in Europa schon lange Zeit vor dem Krieg konzipiert worden war.

Konkret konnte Fischer zudem nachweisen, daß das Attentat vom 28. Juni 1914 in Sarajewo für die deutsche Reichsleitung der willkommene Anlaß für die Verwirklichung ihrer weitreichenden Ziele war, daß sie Österreich-Ungarn zum Krieg gegen Serbien geradezu gedrängt und – im Gegensatz zu ihren offiziellen Bekundungen – eine friedliche Beilegung oder doch zumindest eine Eindämmung des Konflikts systematisch hintertrieben hatte.

Fischer schloß: Indem sie »im Vertrauen auf die deutsche militärische Überlegenheit es im Juli 1914 bewußt auf einen Konflikt mit Rußland und Frankreich ankommen ließ«, trage »die deutsche Reichsführung den entscheidenden Teil der historischen Verantwortung für den Ausbruch des allgemeinen Krieges« (Griff, Sonderausgabe 1967, S. 82). »Nach außen und gegenüber der eigenen Nation« habe die Reichsleitung im Juli 1914 planmäßig die Fiktion eines »Überfalls« inszeniert (ebd., Vorwort, S. 7). Die »gegenüber Rußland so systematisch aufgebaute Kriegsschuldfiktion« habe durch die »Mobilisierung der antizaristischen Affekte innerhalb der Sozialdemokratie« »eine Ausschaltung jeder grundsätzlichen Opposition der Sozialdemokratie« und damit die nationale Einheitsfront des 4. August 1914 ermöglicht (ebd., S. 80/88). Der deutschen Geschichtswissenschaft warf der Hamburger Historiker vor, daß sie diese »Überfallthese« der deutschen Reichsleitung unkritisch übernommen habe (ebd., Vorwort, S. 7). Fischers Thesen wurden seinerzeit von der offiziösen westdeutschen Geschichtswissenschaft als Tabubruch empfunden und mehrheitlich empört zurückgewiesen.

Eskalation zum Weltkrieg »Große Heeresvermehrung« für den Aggressionskrieg

In späteren Werken akzentuierte und verschärfte Fischer seine Position: Deutschland habe spätestens seit 1911 bewußt auf einen allgemeinen Krieg hingearbeitet. Zunehmend betonte Fischer dabei auch das über den Ersten Weltkrieg hinausreichende »Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik« und verwies damit auf die gesellschaftlichen und politischen Entstehungsbedingungen des Faschismus und des »Dritten Reiches«.

Stand bei Fischer die Kriegszielpolitik des deutschen Kaiserreichs im Mittelpunkt des Forschungsinteresses, spürt Schulte den auf einen Krieg zusteuernden Entscheidungsprozessen innerhalb der deutschen politischen und militärischen Führungselite bis ins letzte Drittel des 18. Jahrhunderts nach. Wie der Hamburger Historiker nachweist, lief das Konstrukt der »Policy of Pretension«, der deutschen Hegemonialpolitik, seit 1905 nahezu zwangsläufig früher oder später auf einen Kriegsentschluß hinaus. Konkret akzentuiert Schulte in diesem Zusammenhang das Instrument der Krisenkonferenzen im deutschen Kaiserreich, wobei sich eine rote Linie von der Krisenkonferenz im März 1905, über die im Juni 1909 bis hin zu den entscheidenden Konferenzen vom November/Dezember 1912 ziehen läßt: der Krisenkonferenz in Springe vom 23.November 1912 und dem sogenannten Kriegsrat vom 8. Dezember 1912 ziehen lasse. In allen Fällen handelte es sich um Zusammenkünfte auf höchster politischer und militärischer Ebene. Wie Schulte im Detail nachweist, belegen die Krisenkonferenzen nicht nur eine zielstrebige deutsche Vorbereitung auf den Krieg, sondern sind darüber hinaus auch als »Eskalationsstufe zum Weltkrieg« (S. 18) zu verstehen.

Bei der deutsch-österreichischen Krisenkonferenz im Jagdschloß am »Saupark« in Springe war die Crème de la crème der regionalen Würdenträger wie auch der Berliner und Wiener Führungsspitzen vertreten. Die Konferenz stand im Schatten der Ereignisse auf dem Balkan, wo die türkische Machtposition erdrutschartig unter den Schlägen der griechischen, montenegrinischen und bulgarischen Armeen zusammengebrochen war. Durch den damit verbundenen Ausfall der Türkei als möglicher Bündnispartner des Deutschen Reiches– in erster Linie gegenüber Rußland am Kaukasus– waren tiefgreifende strategische Kräfteverschiebungen zwischen der Tripleallianz und dem Dreibund eingetreten. Zugleich war damit auch ein verstärkter Druck der russischen Armee auf Österreich-Ungarn und die deutsche Ostgrenze zu erwarten, den der Große Generalstab noch 1911 durch die beschleunigte Aufrüstung der türkischen Armee glaubte auffangen zu können. Die gestärkte Stellung des infolge der Balkankriege auf nahezu die doppelte Fläche angewachsenen Serbiens gegenüber Österreich-Ungarn ließ in Wien darüber hinaus Befürchtungen hinsichtlich einer Einwirkung Serbiens auf die Slawen innerhalb der Donaumonarchie aufkommen.

Aufrüstungskurs

Im Ergebnis der Konferenz erteilte zwar Wilhelm II. »seinem fürstlichen Gesprächspartner Franz Ferdinand für den Moment eine klare Absage (…), einem Krieg Österreichs mit Serbien militärische Unterstützung zu leisten«. Andererseits erhielt aber der Generalstabschef, wie Schulte anhand der Quellen nachweist, schon hier die entscheidenden rüstungspolitischen Zusagen von Seiten des Reichskanzlers von Bethmann Hollweg für eine massive personelle Aufstockung des deutschen Heeres (S.332).

Nach seiner Rückkehr aus Springe schrieb Generalstabschef Moltke am 25.11.1912 an das Kriegsministerium: »Wir müssen m. E. noch weiter gehen und unserem gesamten Heere die Stärke geben, die allein den endgültigen Erfolg in dem nächsten Kriege verbürgt, den wir zwar mit Bundesgenossen, aber doch im wesentlichen mit eigener Kraft um Deutschlands Größe zu führen haben. Wir müssen uns entschließen, wenigstens unser Menschenmaterial auszunutzen.« (S. 20)

“Der türkische Zusammenbruch auf dem Balkan bildete auch den Hintergrund des von Wilhelm II. am 8. Dezember 1912 einberufenen »Kriegsrats«, an dem u. a. der Chef des Reichsmarineamtes, Admiral Alfred von Tirpitz, der Admiralstabschef Heeringen, der Generalstabschef Moltke und der Chef des Marinekabinetts, Admiral von Müller, teilnahmen. Verschärft wurde die Lage durch einen Bericht des deutschen Botschafters in London, wonach Großbritannien jetzt nachdrücklich mit der uneingeschränkten Unterstützung Frankreichs drohte, falls es zum Krieg auf dem Balkan zwischen Österreich und Serbien käme. Aus Sicht Wilhelms II. fiel damit die gesamte Politik des Reichskanzlers von Bethmann Hollweg seit 1909 in sich zusammen, deren vorrangige Aufgabe darin bestanden hatte, Großbritannien in einem kommenden Kontinentalkrieg durch gute beiderseitige Beziehungen zu einer neutralen Haltung zu bewegen. Nach dem Tagebuch des Marinekabinettschefs, Admiral von Müller, äußerte sich der Kanzler während der Zusammenkunft: »Um den Krieg mit ganzer Wucht gegen Frankreich zu führen«, müsse die Flotte »sich natürlich« unverzüglich »auf den Krieg mit England einrichten«. Generalstabschef Moltke soll darauf geantwortet haben, er ‚halte einen Krieg für unvermeidbar. (und) je eher je besser.’“ Demgegenüber widersprach Tirpitz laut einer erstmals 1982 von Schulte veröffentlichten Tagebuchnotiz des engen Tirpitz-Mitarbeiters Kapitän z. S. Hopman, es liege »im Interesse der Marine (…), (den) Krieg wenn möglich noch 1-2 Jahre hinauszuschieben. Auch (die) Armee könne bis dahin noch viel tun zur besseren Ausnutzung unseres Bevölkerungsüberschusses«. Nach Tirpitz’ Einspruch wurde die Forderung des Kaisers, den Krieg sofort auszulösen, mit Rücksicht auf den Stand der Flottenrüstung für den Augenblick zwar zurückgewiesen, eine kriegerische Auseinandersetzung im gleichen Zug jedoch für frühestens 1914 ins Auge gefaßt.“

In der Folge forderte Wilhelm II. unverzügliche Maßnahmen von Armee und Flotte zur Vorbereitung einer Invasion Großbritanniens sowie die propagandistische Vorbereitung eines erwarteten umfassenden Krieges mit Stoßrichtung vor allem gegen Rußland. Von den Diplomaten erwartete der Kaiser die Optimierung der Bündnislage durch Verträge mit Rumänien, Bulgarien, Griechenland und der Türkei. »Auf diese Weise plante der Monarch, der deutschen Armee – analog zu ihrem Operationsplan – die Zeit zum Vernichtungsschlag gegen Frankreich zu sichern«, schreibt Schulte (S. 337 f.).

Bereits einen Tag später, am 9. Dezember 1912, wies Wilhelm II. seinen Kriegsminister Josias von Herringen an, eine »Große Heeresvermehrung« vorzubereiten. Dies bedeutete nichts anderes als einen Höchstinstanzlichen Kurswechsel: gegen die Flotten- und zugunsten der Armeerüstung. Derart abgesichert, ergriff in der Folge Generalstabschef Moltke »die Initiative in der Durchführung der Kriegsvorbereitung« (S. 349), die gleichzeitig die Wende deutscher Politik zurück zur Kontinentalpolitik festlegte. Am 9. Januar 1913 umriß der Generalstab in einer ausführlichen Erörterung mit Vertretern des Kriegsministeriums seine Forderungen. Ein künftiger Krieg sollte demnach mit Rücksicht auf die Armeerüstung vorrangig ein mittelfristig (bis 1916) zu führender Kontinentalkrieg gegen die Flügelmächte Frankreich und Rußland sein. Dieser Stoßrichtung trug der vom Generalstab im Februar 1913 verabschiedete Schlieffen-Plan Rechnung, der vorsah, die Seemacht Großbritannien zu Lande (in Frankreich) zu treffen. »Damit war jedoch«, schließt Schulte, »die Intention des Kaisers, der den Seekrieg mit England im Auge hatte, beiseite geschoben, und das Konzept Bethmann Hollwegs, das gegen Rußland (festlandorientiert und damit armeebasiert) gerichtet war, hatte gesiegt.« (S. 35)

Geschichtslügen gekontert

Bereits am 20. Januar 1913 stellte der Generalstab den »Aufmarschplan Deutschlands« in einem Dreibundkrieg fertig. Auf der Basis dieser Vorentscheidungen und auf Initiative des Monarchen kam es schließlich im Juni 1913 zu der von Moltke unterstützten »Großen Heeresvermehrung«, nach Schulte nichts anderes als die »Vorbereitung der Armee für den großen Krieg mit den Flügelmächten Frankreich und Rußland und damit zugleich für den europäischen Krieg, der in neunzig Prozent zum Weltkrieg führen würde«. (S. 37)

»Nicht ausschließlich Wilhelm II.«, das zeigen laut Schulte »die Quellen zu den Krisenkonferenzen in Springe und Berlin, sondern der Verbund von Politik und den Kräften der kaiserlichen Umgebung, das heißt des Hofes (mit ›Maison Militaire‹), der Militärs, aber auch der Vertreter der ›pressure groups‹ aus Industrie, Landwirtschaft und Bürokratie bestimmten den Kurs der deutschen Politik.« (S. 344) Völlig widersinnig sei daher die dem traditionellen Ansatz zugrundeliegende Annahme, »die ›au fond‹ friedensliebenden Führungseliten des Kaiserreichs seien unter dem Druck einer kriegswilligen Öffentlichkeit letztlich zum Kriege gezwungen worden«, urteilt der Autor und schließt: »Eine solche Geschichtsschreibung stellt die historische Wirklichkeit auf den Kopf.« (ebd.)

Indem er die Institution der »Krisenkonferenzen« im Kaiserreich als zentrale Schaltstelle der politischen Entscheidungsfindung auf höchster Ebene bloßlegt, entzieht der Band der These der sogenannten Düsseldorfer Schule den Boden, die u.a. von Wolfgang Mommsen adaptiert wurde, es sei aufgrund der inneren Strukturen des wilhelminischen Kaiserreichs, dem informellen Regierungsstil Wilhelms II., von einer Polykratie, einer angeblichen »Zerklüftetheit der Entscheidungsträger« in Berlin und einer angeblichen »Unregierbarkeit des deutschen Reiches« auszugehen. Die insbesondere von Mommsen vertretene »Polyvalenzthese« entlarvt Schulte als bloße »politikwissenschaftliche Sprachregelung«, die bei aller Bemühtheit nicht den Eindruck verdrängen könne, »daß (hier) die historische Analyse hinter dem Nebel modischer Begrifflichkeit sich anschickt, in die Diktion apologetischer, letztlich das Schicksal bemühender Erklärungsversuche zurückzufallen«. (S. 15)

Damit untermauert Schulte die von Fischer seinerzeit im Verlauf der Debatte entwickelte These eines Angriffs-, Durchbruchs- oder Hegemonialkrieges des Deutschen Reiches, der fortgeschrittene Vertreter der Verteidigungskriegsthese wie Egmont Zechlin und Karl Dietrich Erdmann die These eines deutschen Präventivkriegs entgegenstellt hatten.

Gegen den Zeitgeist

In weiteren Aufsätzen geht Schulte der Frage nach, warum das Deutsche Reich im Weltkrieg nicht den von den Führungseliten in Wirtschaft, Militär und Politik erwarteten militärischen Erfolg erzielte. Laut Schulte ist dies insbesondere in den tiefer liegenden strukturellen Defiziten des deutschen Staatswesens und dessen Streitkräften – etwa hinsichtlich Ausbildungsstand und Waffentechnik – begründet. In überlebten gesellschaftlichen Strukturen erstarrt, habe die politische und militärische Führung die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Ein nur mittelmäßiges Management habe schließlich Fehlschläge wie die Marneschlacht verursacht, die irreparabel waren. Den Fokus richtet der Autor auch auf den – angesichts von Staatsstreich-, Anarchismus-, Streik-, Revolutions- und Bürgerkriegsdrohung – von den kaiserlichen Militärbehörden immer schärfer konturierten Sicherheitsaspekt, der im Hinblick auf die deutschen Kriegsvorbereitungen analysiert und ausgeleuchtet wird.

Der auch 27 Jahre nach dem Erscheinen der Erstauflage offenkundige Wert des Buches für das Verständnis der Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs wird leider durch einige unübersehbare Mängel geschmälert. Das ist zum entscheidenden Teil der Tatsache geschuldet, daß es sich um eine Sammlung unabhängig voneinander und nicht aufeinander abgestimmter Fachaufsätze und -vorträge handelt, die zudem noch im Nachgang zu einer historischen Kontroverse entstanden sind. Das erklärt die vielen Redundanzen. Auch ist es dem Autor nicht gelungen, den Verlauf und die Bedeutung dieser durchaus interessanten und für die deutsche Geschichtswissenschaft aufschlußreichen Kontroverse in seiner Einführung allgemeinverständlich darzustellen. Hinzu kommen editorische Mängel. So ist bei manchen Beiträgen nicht eindeutig ersichtlich, wann und wo sie zuerst erschienen sind. Auch der unkommentierte Abdruck von Besprechungen eigener Bücher des Autors und das Fehlen eines wissenschaftlichen Apparates wirken sich ungünstig auf die Lektüre aus. Die sehr ausführliche Darstellung verliert sich zudem zu oft in Details, wobei die Frage nach der historisch-politischen Relevanz in den Hintergrund tritt. Ein guter Lektor wäre hier hilfreich gewesen. Der stand wohl nicht zur Verfügung, denn der Band ist als »Book on Demand« erschienen, praktisch also im Eigenverlag. Womit wir bei der grundsätzlichen Frage angelangt wären: Welcher arrivierte Verlag würde sich eines derart sperrigen wie verdienstvollen, weil gegen den Zeitgeist schwimmenden Werks heute noch annehmen?

Bernd F. Schulte: Deutsche Policy of Pretention – Der Abstieg eines Kriegerstaates 1871–1914. Books on Demand, Norderstedt 2009, 396 Seiten, 22,80 Euro. Hamburger Studien zu Geschichte und Zeitgeschehen. Reihe II. Band 1, ISBN 978-3837022513

That’s it! Springe – Heeresvermehrung – Kriegsentschluß.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Als Tirpitz seinem Mitarbeiter Hopman über die Krisenkonferenz im Jagdschloß Springe vom Vortage berichtete, war die Entscheidung bereits gefallen. Das, was der Kaiser, Schlieffen und Bülow 1905, Bethmann Hollweg, Bülow, Tirpitz, Schoen, Metternich und Moltke 1909 diskutiert hatten, war nun, am 24.11.1912, Wirklichkeit geworden.

Trotz des Sträubens der Flotte, die sich nicht sinnlos im Kampf mit der englischen Grand Fleet opfern wollte, hatte sich die Führungsspitze des Reichs bei dieser Gelegenheit zu dazu entschlossen, binnen Monaten den großen Entscheidungskampf zwischen Slawen und Germanen zu führen. Deutschland bereitete, mit der umfangreichsten Heeresvermehrung seit 1871, den Kampf mit Rußland vor, der – nach Aussage des Kaisers (9.12.1912) – in Kürze als “Rassenkampf” folgen werde. Der Gegner stand künftig im Osten und Panslawismus und Pangermanismus (vgl. Stalin/Hitler) schienen grundlegend unvereinbar.

Der Konflikt zwischen den Balkanbundstaaten (hinter denen Rußland stand) und der Türkei, leitete direkt in die Auseinandersetzung der “germanischen” Staaten Deutschland und Österreich über; mit den romanischen und slawischen Mächten Frankreich und Rußland. Sch. weist darüber hinaus nach, dass die Lehre von der Polykratie zwischen den Entscheidungsträgern im Kaiserreich eine Legende ist. Vielmehr herrschte seit der Gründung des Reichs eine enge Interdependenz der Ämter, gerade zwischen den politischen und militärischen. Dies haben die Beteiligten von 1914 uni sono zurückgewiesen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Damit eröffnet sich eine neue Sicht auf die Entscheidungen von 1914, die deutscherseits aussichtsreicher waren, als bisher gesehen. Das auch infolge der Wirtschafts- und Volkskraft wie der allgemein vorausgesetzten militärischen Präponderanz des Reichs. – Nur, diese Pläne scheiterten.

Vor 95 Jahren: Moltke durch Falkenhayn ersetzt. Marneschlacht und Erster Weltkrieg verloren.

Sonntag, 13. September 2009

1914: Deutschlands “Policy of Pretention” scheitert
Neuer Blickwinkel auf die Krisenkonferenz von Springe und den Krieg

   In diesem Sammelband geht es um die Europäische Krise von 1914. Ob die deutsche Geschichtswissenschaft den Gedenktag im Jahre 2014 feiern wird oder nicht, stellen muss sie sich der Kontroverse um den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Dieser Aufsatzband, der 1983 in erster Auflage erschien (“Europäische Krise und Erster Weltkrieg. Beiträge zur Militärpolitik des Kaiserreiches, 1871-1914″ – jetzt als E-Book), schlägt mit dem neuen Beitrag zur “Policy of Pretention. Krisenkonferenzen und informelles Regierungssystem im Kaiserreich, 1905-1914″ den Bogen über 25 Jahre Weltkriegforschung.

   Dass in diesem Zusammenhang dem Problem der Krisenkonferenzen allgemein, und im November/Dezember 1912 im Besonderen, innerhalb des Entscheidungsprozesses der politischen und militärischen Führungselite des Deutschen Reiches, entscheidende Bedeutung, im Hinblick auf einen Krieg in absehbarer Frist, zukommt, belegen die hier vorgelegten neuen Quellen. Die deutsche Historiker-Zunft mag es begrüßen oder nicht: es geht um den Entschluss des Kaiserreiches von 1912, den großen Krieg bei nächster sich bietender Gelegenheit zu führen.

   Dazu wird das Spektrum des innenpolitischen Kräftespiels im Deutschen Reich von 1871, unter dem dezidiert entwickelten Blickwinkel des Einsatzes der Armee im Inneren (Staatsstreich-, Anarchismus-, Streik-, Revolutions- und Bürgerkriegsdrohung), aus der Sicht der Militärbehörden schärfer konturiert und damit der Weg in den Ersten Weltkrieg ergänzend, unter dem Aspekt der Kriegsvorbereitung, beleuchtet. Die These der Düsseldorfer Schule, es sei auf Grund der inneren Strukturen des Reiches (informeller Regierungsstil Wilhelms II.) von einer “Polykratie”, d. h. der vielfach behaupteten, jede Entscheidung paralysierenden “Zerklüftetheit der Entscheidungsträger” in Berlin, auszugehen, dieser Theorie im Gefolge Gerhard Ritters, wird hier, mit dem Blick auf die Institution der “Krisenkonferenzen”(1875-1912) im Kaiserreich, der Boden entzogen. Wie dieser Begriff, durch Wolfgang Mommsen zunächst adaptiert, die Düsseldorfer Argumentation zu Fall bringt, ist in dem abschließenden Beitrag zur “Policy of Pretention” des Reichs für die Jahre 1871 bis 1914 entwickelt.

   Dass das Deutsche Reich im Kriege nicht den allseits erwarteten militärischen Erfolg erzielte, war u.a. in den tiefliegenden Defekten des deutschen Staatswesens und dessen Streitkräften begründet. Ein in den gesellschaftlichen Strukturen erstarrtes Staatswesen hatte die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Mittelmäßiges “Management”, veranlasste u.a. im September 1914 Fehlschläge (Marneschlacht) die irreparabel waren. Der Krieg, so wie er politisch und militärisch zuvor gedacht gewesen war, ging verloren. Ein vierjähriges, verlustreiches und nutzloses Ringen folgte. Alle Beteiligten büßten in der Folge ihre – bis dato – errungenen Positionen als Groß- oder Weltmächte ein.

Bernd F. Schulte, Deutsche Policy of Pretention. Der Abstieg eines Kriegerstaates 1871-1914. Hamburger Studien zu Geschichte und Zeitgeschehen, reihe I, Bd. 1, Norderstedt 2009, 404 S., 22,80 €.
ISBN-10: 383702251X ISBN-13: 978-3837022513 (Ende)

Aussender: Dr. Schulte, Abteilung Geschichte und Zeitgeschehen
Ansprechpartner: Dr. B.F. Schulte
email: infos@forumfilm.de
Tel. 040-5510007

Wie Deutschland England am Kanal treffen wollte.

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