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US: Russia will not go unpunished, as in the case of war with Georgia

Montag, Februar 9th, 2015

February 8, 2015   CauCasus, World, Wekly Flash, Slide, Economic and Finanace, Energy, Georgia,Military, Political, Russia   No comments

susan rice06/02/2015

According to the national security adviser US, the EU and the US have responded much better to war the Russian Federation and Ukraine than Georgia

United States of America, together with its European allies formed a coalition of partners around the world to get Russia to pay a high political and economic price for its aggression against Ukraine. This current situation is characterized by the invasion of Georgia, when Russia’s aggression with impunity. This was stated by the national security adviser, Susan Rice, the US, according to Radio Liberty.

“Russia’s aggression against Ukraine – a sneaky and deadly challenge approved by international law and norms,” – she said, speaking at the Brookings Institution, a research center in Washington.

According to her, without this coalition partners to Russia has not experienced difficulties because of the aggression against Ukraine.

Relatively new US national security strategy, which was announced today, Rice recalled that the previous strategy in 2010 was a different orientation to Russia. “Then it still seemed that there are prospects for relations with more cooperation,” – she said.

Now, according to the National Security Advisor, Russia represents a special challenge. “There is no doubt that a lot of our effort, attention and resources will be devoted to ensuring that confront Russia, which now behaves very aggressive and threatening manner” – said Susan Rice.

United States and the European Union and several other countries have imposed on Russia several packages of sanctions and political and economic, first because of the occupation and annexation of the Ukrainian Crimea, then because of the military aggression in the Donbass. In 2008, when Russia invaded Georgia, she experienced only a number of policies that were later canceled.

Recall now the White House unveiled a new US national security strategy. It states that the United States as a world state undertake to strengthen European security, including through the restraint of the Russian aggressor, strengthening the defense component, strengthen energy security and support the development of the countries of Eastern Europe.

resource:http://news.liga.net/news/politics/5017042-ssha_rf_ne_ostanetsya_beznakazannoy_kak_v_sluchae_voyny_s_gruziey.htm

Der Versuch, Europa zu demontieren. Nach EU, Euro und Wulff nun Grass.

Freitag, April 6th, 2012

Broders schriftlicher Vernichtungsschlag mag zum Nachdenken anregen. Im Zusammenhang gesehen, erscheint das, was Grass sagt, übergreifend in einem fatalen Licht. Dass der Holtzbrinckverlag sich weigerte, den Grass-Erguß zu drucken, mag auch bedeuten, dass ihm dieser Teil der deutschen Publizistik zustimmt.

Denn, offen gestanden, Deutschland als souveränen Staat zu betrachten, erscheint nach den Eindrücken der letzten 6 Monate irrig. Wer bestimmt die deutsche Politik? Washington, der Spinger Verlag – oder wer?

Jedenfalls sind die Besorgnisse um Weltfrieden und Atomkrieggefahr unser Aller Bedrückung (vgl. Jaffes gekünsteltes Drumherum-, Drüberhergerede, http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-04/guenter-grass-gedicht-israel).

Anl.:

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article106160221/Ein-autoritaerer-Knochen-spielt-verfolgte-Unschuld.html?wtmc=plista

Meinung 06.04.12
Günter Grass

Ein autoritärer Knochen spielt verfolgte Unschuld

In der ARD klagt Günter Grass über eine Kampagne der „gleichgeschalteten Presse“. Das Interview war die intellektuelle Selbstentleibung eines alten Mannes, der den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat.
Von Henryk M. Broder

Medienrummel im Hause Grass – Kritik weltweit
Israel-Gedicht: Grass entgegnet Kritikern mit Nazi-Terminologie
Israel-Gedicht: Günter Grass wirft seinen Kritikern Rufmord vor
Israelkritik: Günter Grass – Nicht ganz dicht, aber ein Dichter

Lassen wir es dahingestellt, ob Günter Grass ein Antisemit ist oder ein „Freund“ des Landes Israel, dem er sich „verbunden“ fühlt. Erstens gibt es für „Antisemitismus“ keine physikalische Definition wie „Watt“, „Volt“ oder „Ampere“. Zweitens schließt das eine das andere nicht aus. Jeder Antisemit hat „jüdische Freunde“, auf die er sich oft und gerne beruft, vor allem, wenn es jüdische Selbsthasser sind, hinter denen er sich verstecken kann.

Antisemiten suchen die Nähe der Juden, fühlen sich ihnen verbunden – etwa so, wie Kannibalen von Frischfleisch angezogen werden. Zugleich fühlt sich der Antisemit durch den Vorwurf, er wäre einer, „tief verletzt“, denn eigentlich meint er es gut mit den Juden, sei es, dass er sie zur Aufgabe ihrer Religion zwingen möchte oder dass er sich „Sorgen um die Zukunft dieses Landes“ (Israel) macht, wie es Grass in einem Gespräch mit Tom Buhrow in den „Tagesthemen“ erklärte. Alternativ dazu dekretierte er im ZDF, man könne es nicht Israel überlassen, „wann es sich verteidigen darf“. Nein, da muss auch Günter Grass mitreden dürfen.

Es war eine Demontage, wie man sie in dieser Form lange nicht mehr erlebt hatte, eine intellektuelle Selbstentleibung, der Amoklauf eines alt gewordenen Mannes, der sich so daran gewöhnt hat, als „moralische Instanz“ und „moralisches Gewissen“ der Nation gefeiert zu werden, dass er darüber völlig den Bezug zur Wirklichkeit verlor.

Günter Grass, Leben und Werk
Grass sagte, er habe das Gedicht geschrieben, damit ein „tabuisiertes Thema“ endlich „zur Sprache kommt“, nämlich, dass „Israel eine Atommacht“ ist. Er rede „über Dinge, über die nicht oder zu wenig gesprochen wird“ und er habe sich mit seinem Gedicht „zum ersten Mal kritisch über Israel“ geäußert. Das alles ist nachweislich falsch und kann nur mit altersbedingter Vergesslichkeit entschuldigt werden.

Grass ist ein larmoyanter Autist
In einem Interview mit dem ZDF, das ebenfalls am Gründonnerstag aufgenommen und gesendet wurde, klagte Grass darüber, er werde „an den Pranger gestellt“, seine „Argumente“ würden nicht zur Kenntnis genommen, er fühle sich „gehässig und verletzend behandelt“. Auch das ist so falsch, dass nicht einmal das Gegenteil wahr ist. Grass ist ein larmoyanter Autist, der mit dem Kopf gegen die Wand rennt und hinterher darüber jammert, dass die Wand es auf ihn abgesehen habe.

Die Tatsache, dass diesmal fast das gesamte Feuilleton Position gegen ihn bezieht, wertet er als eine „Kampagne“; würde sich aber das Feuilleton geschlossen hinter ihn stellen, wäre das natürlich keine Kampagne sondern nur eine angemessene Reaktion auf seinen „Tabubruch“.

Die maßlose Selbstüberschätzung beginnt schon damit, dass er einen Leserbrief als ein „Gedicht“ präsentiert, nur weil er die Zeilen so arrangiert hat, dass sie aus der Ferne einem Poem ähnlich sehen. Mit dieser Technik ist schon Erich Fried („und Vietnam und“) bekannt geworden, der aus jeder Schlagzeile mittels Zeilenbruch ein Gedicht fabrizieren konnte. Er mache sich den Vorwurf, sagte Grass, dass er „zu lange geschwiegen habe“, und das nicht zu seinem Gastspiel bei der Waffen-SS, sondern zur Situation im Nahen Osten, wo die Atommacht Israel den „brüchigen Weltfrieden“ bedroht.

Alles, was dazu gesagt werden musste, ist Donnerstag bereits gesagt worden, in seltener Einmütigkeit von der „FAZ“ bis zur „taz“, vom „Spiegel“ bis zur „SZ“, die das „närrische Gedicht“ (Karasek) am Mittwoch veröffentlichte, nachdem die „Zeit“ es sich im letzten Moment anders überlegt hatte. Nach dem Mitleid erregenden Auftritt von Grass in den ARD-„Tagesthemen“ und in dem ZDF-Journal bleibt nur wenig nachzutragen.

Der letzte Rest der Bonner Republik

Grass ist nicht nur ein überschätzter Literat, er ist eine sozialdemokratische Endmoräne, der letzte Rest der Bonner Republik, in der vor allem Autoritäten gefragt waren, weit mehr als heute auf der Berliner Bühne. Und Grass war schon immer ein autoritärer Knochen, auch als er 1969 mit der Parole „Ich rat Euch, SPD zu wählen“ durch das Land zog. Das war kein Rat, keine Empfehlung, es war ein Befehl. Als er dann zwanzig Jahre später für ein paar Monate nach Kalkutta zog, tat er das mit der Begründung, es werde ihm in Deutschland nicht genug „Respekt“ gezollt.

Und nachdem ihm in seiner Autobiografie „Beim Häuten der Zwiebel“ eingefallen war, dass er als 17-Jähriger kurz bei der Waffen-SS gedient hatte, und als er daraufhin gefragt wurde, warum er diese Information über 60 Jahre für sich behalten hatte, da empfand er solche Fragen als Zumutung und reagierte wie eine alt gewordene Klosterfrau, die früher in einem Puff gearbeitet hatte.

In einem Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung, in dem es um sein Gastspiel bei der Waffen-SS und die Reaktionen der Öffentlichkeit auf das späte Geständnis ging, sprach Grass von „Gleichschaltung“, der „Entartung des deutschen Journalismus“, einer „Tendenz zum Fertigmachen“ und einer „Totschlägerstimmung“, der er beinahe zum Opfer gefallen wäre: „Das war ja der Versuch, mich mundtot zu machen.“

Die verfolgte Unschuld fordert Respekt

Das ist erst fünf Jahre her und doch sind alle überrascht, dass Grass wieder von einer „Kampagne“ spricht, die von einer „gleichgeschalteten Presse“ gegen ihn geführt wird, weil er so unbequem ist und lauter heiße Eisen anpackt, die außer ihm anzupacken niemand sich traut. Wieder einmal spielt er die verfolgte Unschuld, der man den ihr gebührenden Respekt verweigert.

Aber anders als beim letzten Mal kann man die Zahl der Adjutanten, die ihm zu Hilfe eilen, an den Fingern einer Hand abzählen. Da wären: Ein ARD-Reporter, der Grass für den Friedensnobelpreis vorschlägt; der amtierende Präsident des deutschen PEN-Zentrums, von dem man auf diese Weise erfuhr, dass es noch existiert; ein Politiker der Linkspartei, der Grass für seinen Mut lobt, das „auszusprechen, was weithin verschwiegen“ wird; ein Abgeordneter der NPD aus Sachsen, der Grass für den „befreienden Tabubruch“ seinen Dank ausspricht und schließlich der Literaturkritiker Denis Scheck, der sich über einen „tollen Tag für die deutsche Literatur“ freut und es großartig findet, „dass ein Gedicht so eine Wirkung auslösen kann“ – völlig unabhängig von seinem Inhalt.

Es ist das letzte Aufgebot, das einem Dichter in Not zur Hilfe eilt. Wäre Grass so klug wie er tut, müsste er vor seinen Freunden mehr Angst als vor seinen Feinden haben.

Jetzt ist es heraus – Es geht gegen Deutschland.

Montag, November 7th, 2011

http://www.welt.de/wirtschaft/article13702075/Bundesregierung-erklaert-Goldreserven-fuer-unantastbar.html

Es kam von Obama (USA), GB und F(!)das Ansinnen in Cannes, Deutschland möge seine Goldreserven in den Rettungsschirm einstellen.
Damit haben wir die Kriegskoalition von 1916/17 und 1941/44 wieder. Es geht um die Überwindung des Sonderstatus der Deutschen (auch in der EU). Entstanden durch wirtschaftlichen Erfolg in den letzten 50 Jahren.
Der Schock derr Regierung Merkel ist aus dem unsinnigen Kommentar des Pressesprechers Seifert erkennbar.

Anl.:

Boersennews.de
Skandal: Pleiteländer wollten unser Gold .Skandal: Pleiteländer wollten unser Gold
12:11 Uhr 06.11.2011

Die Bundesregierung hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach zur Euro-Rettung auch die Goldreserven der Bundesbank angezapft werden sollen. Foto: Bundesbank Berlin (dpa) – Die Bundesregierung hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach zur Euro-Rettung auch die Goldreserven der Bundesbank angezapft werden sollen.

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtete, US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premier David Cameron hätten auf dem G20-Gipfel in Cannes vorgeschlagen, den Rettungsschirm EFSF mit einem Teil der Gold- und Währungsreserven der Euro-Notenbanken aufzufüllen. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, sagte dazu laut Mitteilung: «Die von der Bundesbank verwalteten Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland standen bei dem G20-Gipfel in Cannes zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion.»

Seibert sagte, von einigen Teilnehmern des Gipfels sei die Frage aufgeworfen worden, ob Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Steigerung der Effizienz der EFSF in Betracht gezogen werden sollten. Sonderziehungsrechte sind eine künstliche, vom IWF geschaffene Währung und Teil der nationalen Währungsreserven der Mitgliedstaaten des Fonds. Sie stehen daher den nationalen Notenbanken zu – in Deutschland der Bundesbank. «Von deutscher Seite ist dieser Vorstoß abgelehnt worden», betonte der Regierungssprecher.

Auch die «Welt am Sonntag» berichtet über den Vorstoß am Rande des G20-Gipfels, den Rettungsschirm mit einem Teil der Währungsreserven der Euro-Notenbanken aufzufüllen. Das wäre nicht nur ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Bundesbank, auch die deutsche Haftungssumme bei der EFSF würde so durch die Hintertür erhöht, hieß es. Laut «Welt am Sonntag» habe der Plan zu einem Konflikt zwischen Bundesregierung und Bundesbank geführt. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann soll sein Veto eingelegt haben. Daraufhin habe Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorhaben zum Ärger von Obama, Sarkozy und Cameron verhindert, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise..

„Die Katze ist aus dem Sack“ – Oder was die USA wollen.

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Wieder einmal kommentieren in der WELT vorwiegend die Parteigänger des US-amerikanischen weltpolitischen Interesses die Situation um das Euro-System in Europa. Die Auswahl der interviewten Spezialisten spricht für sich.

Denn, dass eine deutsche D-MARK – Revival ein Auskunftsmittel für Europa wäre, würde niemand mit Verantwortungsgefühl heute in Deutschland in den Mund nehmen. Bildet doch eine Durchlöcherung des mitteleuropäischen Anspruchs, eine Leitregion in der Welt zu sein, das Grundgesetz amerikanischer (1941-45), wie zuvor britischer (1914/1939) Welt- und Europapolitik, so kann dieser Ausgang – wie 1919 und 1945 – das Ergbnis dieses Abschnittes von heutiger Weltpolitik sein. Wir befinden uns in einem historischen Moment des „decision-making-process“: Wer wird Weltmacht sein – bleiben – werden? – So lautet die Frage. Nichts mehr oder weniger.

Bernd F. Schulte

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http://www.welt.de/wirtschaft/article13679229/Washington-Post-fordert-neue-D-Mark-fuer-Europa.html
Euro-Krise Autor: Ansgar Graw|
08:20

„Washington Post“ fordert „neue D-Mark“ für Europa
Die Qualitätszeitungen in den USA sind voll mit Berichten über die Euro-Krise: Einige raten Deutschland, sich schnell von der kollabierenden Währung abzuspalten.

Ein hartnäckiges Vorurteil will wissen, dass sich in den Vereinigten Staaten selbst die Gebildeten nicht für das Ausland interessieren. Wäre aber der Horizont der Weltmacht wirklich ausschließlich auf die 50 US-Staaten beschränkt, würden beispielsweise die Macher der „New York Times“ ihren Lesern kaum eine ausgesprochen differenzierte Auslandsberichterstattung gleich auf den ersten sechs Seiten jeder Ausgabe zumuten, bevor es zur Innenpolitik geht.

Merkel informiert über die Rettungspläne
Andere Qualitätszeitungen, von der „Washington Post“ bis zum „Wall Street Journal“, beleuchten Entwicklungen im „Rest der Welt“ kaum weniger ausführlich. Das Interesse vor allem der amerikanischen Eliten an Entwicklungen im „Rest der Welt“ ist also immens. Derzeit steht der taumelnde Euro weit oben auf der Agenda. Und oft ergänzen kühne Ratschläge die Nachrichten und Analysen.

Merkel über den Euro-Gipfel
Zum Beispiel dieser: „Aber an einem bestimmten Punkt müssen eine Nation und ein Volk tun, was notwendig ist, um die eigenen Interessen zu schützen, und das versuchen die Deutschen“, kommentierte die „Washington Post unter der spektakulären Überschrift „Europas Retter: Eine neue Deutsche Mark.“ Der Kommentator, nach angelsächsischer Methode namentlich nicht identifiziert, befindet, dass „lebensfähige Volkswirtschaften sich von der kollabierenden Euro-Währung abspalten müssen“. Unter Berufung auf Vorschläge des früheren BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel empfiehlt das Blatt die Bildung einer neuen Währung rund um Länder wie Österreich, Finnland und die Niederlande mit Deutschland als Kraftzentrum.

„Teutonic phobia“, also die „Angst vor den Teutonen“, würde mutmaßlich verhindern, „dass die neue Währung Deutsche Mark genannt wird, aber jeder wüsste, dass es genau das ist“, fährt der Kommentar fort. Zwar würden die Franzosen „ausflippen bei der Aussicht, Berlin könne den Euro aufgeben, denn das würde bedeuten, dass sie mit all den Verlierer-Volkswirtschaften des Südens hängen bleiben würden“.

So bewerten Ökonomen die Euro-Krise
Hans-Werner Sinn
Präsident des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo):
Ich hoffe, dass die beiden geplanten Gipfel platzen. Was dort beraten werden soll, ist doch nur, wie das deutsche Portemonnaie weiter geöffnet werden kann, um die Finanzanleger zu beruhigen und den Schuldenstaaten eine Fortsetzung der Verschuldung zu ermöglichen.
Wir werden ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Die Politik sollte aufhören, dem vielen in Griechenland verdorbenen Geld immer mehr neues Geld hinterher zu werfen.
Griechenland ist seit 2008 pleite, denn seitdem finanziert sich das Land mit der Druckerpresse und über Rettungsschirme. Es wird Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen.
Vorher müssen die Euro-Regierungen ihre Banken aber durch Aufkauf neuer Aktien rekapitalisieren, damit sie die Abschreibungsverluste auf griechische und evtl. portugiesische Papiere leichter wegstecken können. Das sollte das Thema auf den beiden Gipfeln sein.

Barry Eichengreen
University of California at Berkeley:
Die große Gefahr ist, dass die Märkte enttäuscht werden. Jeder wartet jetzt darauf, dass die Politik die Banken rekapitalisiert und schusssicher macht und dass die EFSF genügend Geld hat, um auch Italien und Spanien zu schützen. Die Situation ist inzwischen sehr gefährlich und die Politik hat kaum noch Gestaltungsspielraum. Die Euro-Zone ist gelähmt, weil die Regierungen uneins über die weitere Strategie sind.
Die Euro-Länder benehmen sich wie eine zerüttete Familie, die sich ständig streitet.
Europa braucht offenbar erst eine so kritische Situation wie 2008, als die Pleite von Lehman Brothers bevorstand, bis die Politiker sich zusammenraufen und tun, was getan werden muss.
Die Lage ist nicht rosig. Die europäische Politik ist sich einig was nötig ist: eine Bankenrekapitalisierung, ein Schutzwall um Spanien und Italien und ein Schuldenschnitt für Griechenland. Aber die Regierungen sind sich nicht einig, wie sie vorgehen sollen. Das ist in der jetzigen Situation gefährlich.
Ich erwarte nicht, dass Europas Politiker uns nach den Gipfeln die Superwaffe für die Schuldenkrise präsentieren werden.
Ich rechne mit vielen allgemeinen Ankündigungen und noch mehr Krisentreffen, um bis zum Gipfel der G-20 am ersten Novemberwochenende eine Lösung zu präsentieren.

Simeon Dyankov
Finanzminister und stellvertretender Premierminister (Regierungschef) von Bulgarien:
Die beiden Gipfel müssen weitreichende Entscheidung. Wenn die Euro-Zone bis Mittwoch keine substantielle Entscheidung vorlegen kann, wird sich die Situation für Griechenland verschärfen; dann wird das Land einen Schuldenschnitt von 80 oder 90 Prozent brauchen.

Markus Brunnermeier
Professor an der Universität Princeton:
Es ist richtig, dass die Politik die Erwartungen gedrückt hat. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Märkte rapide an Vertrauen verlieren und die Situation sich stark verschlimmert, wenn der große Wurf jetzt ausbleibt.
Die Politik muss den Märkten eine langfristige Perspektive geben; anders werden die Probleme nicht gelöst. Wenn die Banken stabilisiert sind, stabilisiert sich das ganze System.
Die Politik muss den Tatsachen ins Auge sehen, ehrlich sein und sagen, dass Griechenland einen Schuldenschnitt braucht und bekommt; 50% wären nötig.

Alberto Alesina
Professor für Politische Ökonomie in Harvard
italienischer Staatsbürger, Fiskalexperte:
Es wird immer klarer, dass diese Krise nicht auf der europäischen Ebene gelöst werden muss, sondern in den betroffenen Ländern.
Von den Euro-Partnern kann Hilfe kommen, aber letzten Endes müssen die betroffenen Regierungen die nötigen Haushalts- und Strukturreformen anpacken und damit die Märkte überzeugen.
Selbst wenn sich die Regierungen der Euro-Zone darauf einigen, die Wirkung des EFSF zu erhöhen, würde das zwar die Märkte für eine Weile beruhigen.
Aber wenn Griechenland, Italien und Spanien ihre Haushalte und ihre Wirtschaft nicht in die richtige Richtung reformieren, werden die Märkte bald wieder nervös werden.
Die europäischen Lösungen können den betroffenen Ländern immer nur Atempausen geben, die Märkte können nur überzeugt werden, indem die nationalen Regierungen ihre Volkswirtschaften wachstumsfähiger machen.

Gustav Horn
Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung:
Ich habe meine Erwartungen an den Gipfel deutlich heruntergefahren. Es wird nicht viel Zählbares herauskommen, die Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich sind zu groß.
Die politische Uneinigkeit wird zu erheblichen Marktturbulenzen führen, die Investoren könnten in den kommenden Tagen panisch reagieren.
Eine weitere finanzielle Aufstockung des Rettungsfonds über einen Hebel macht keinen Sinn. Die Debatte geht am Kern des Problems völlig vorbei.
Keine Währung der Welt überlebt, wenn die Zentralbank nicht hinter ihr steht.
Deshalb gibt es nur eine Lösung für die Krise: Die EZB muss glaubwürdig erklären, dass sie im Notball unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen wird. Nur dann ist der Fond glaubwürdig genug, die Märkte zu beruhigen.

Clemens Fuest
Finanzwissenschaftler Oxford:

Der Gipfel wird nicht den großen Durchbruch bringen. Allerdings kann er das auch nicht, es gibt nicht das eine Patentrezept gegen die Krise.
Die Politik dürfte die Sparauflagen für die Krisenstaaten abermals verschärfen und die Pläne für eine Hebelung des Versicherungsmodells konkretisieren. Eine Klärung der Griechenland-Krise erwarte ich dagegen nicht.
Die Panik auf den Finanzmärkten wird weitergehen, die Anleger werden sich weiter um Italien und Spanien sorgen. Direkt nach dem Gipfel erwarte ich aber keine neuen Turbulenzen an den Börsen.
Es muss endlich ein klarer Fahrplan her, wann und wie die Hilfen für die Euro-Krisenstaaten abgebaut werden sollen.
Außerdem muss Griechenland umgeschuldet werden, vielleicht auch Portugal.
Darüber hinaus muss die Politik schleunigst einen Plan für die Bankenrekapitalisierung vorlegen.

Thomas Mayer
Chefvolkswirt Deutsche Bank:
Ich habe meine Erwartungen an den Gipfel heruntergeschraubt, der große Durchbruch wird nicht kommen.
Krisenmanagement allein reicht nicht, es muss auch Anpassungen in den Peripherie-Staaten geben. Und die brauchen Zeit.
Die Entschuldung senkt das Wachstum in den Ländern, gleichzeitig nimmt die Konjunkturunsicherheit zu. Die Länder sind wie ein Flugzeug auf Tiefflug, das ständig zu crashen droht.
Die Politik will mit einer Teilkasko-Versicherung wieder mehr Anleger zum Kauf von Staatsanleihen bewegen. Die Versicherungslösung könnte allerdings die Kapitalprobleme italienischer Banken verschärfen.
Wenn der Wert der alten Staatsanleihen ohne Versicherung sinkt, bekommen italienische Banken im Repomarkt der Banken untereinander wegen höherer Abschläge dafür weniger frisches Geld.
Da die Banken hohe Bestände an Altbonds halten, droht ihnen dadurch eine Finanzierungslücke.

Holger Schmieding
Chefvolkswirt Berenberg Bank:
Bekommt die Politik die Euro-Krise nicht in den Griff, droht der Eurozone eine Lehman-Krise hoch Zehn.
Bekommt die Politik die Krise erst im nächsten Frühjahr in den Griff, wird Deutschland im Winter wohl für kurze Zeit in eine Rezession rutschen.
Die Anleger sind verängstigt. Sie sehen Griechenland als Präzedenzfall für Italien. Deshalb ist die Ansteckungsgefahr, die von Griechenland auf die anderen Euro-Krisenstaaten ausgeht, immens.
Eine Umschuldung Griechenlands würde auch Deutschland in eine längere Rezession stürzen. Diese würde Deutschland 30 bis 50 Milliardeb Euro kosten.

Carsten Patrick-Meier
Kiel Economics:
Der Konvergenzprozess ist in Gang. Die Peripheriestaaten werden wettbewerbsstärker, während Deutschlands Stärke doch höhere Lohnabschlüsse leicht erodiert.
Man muss den Ländern einfach die Zeit geben, ihre Schwächen wettzumachen.
Griechenland ist wie Polen. Wenn das Land die harten Reformen hinter sich gebracht hat, ist es durch aus im Stande jährlich um vier oder fünf Prozent zu wachsen.

Manfred Neumann
Geldpolitik-Experte:
Mit den jetzigen Maßnahmen werden wir die Krise nicht lösen. Kapital aus Griechenland wandert ab, junge Griechen verlassen das Land.
Es gibt nur einen Ausweg: Griechenland muss umgeschuldet und raus der Währungsunion. Das Land muss aus der Währungsunion wie ein faules Stück aus einem Apfel herausgeschält werden.
Ich bin gegen eine Hebelung. Die Politik überschätzt ihr Potential. Außerdem bricht die ganze Konstruktion zusammen, sollte Frankreich sein Triple-AAA-Rating verlieren.
Besser wäre es, die Euro-Staaten vergeben Kredite zu seinem durchschnittlichen Zinssatz aller Euro-Staaten.
Wenn die Euro-Zone die Krisenländer noch weiter subventionieren will, könnte sie Zinsen zu Triple-AAA-Konditionen vergeben.
Das würde jährlich acht bis elf Milliarden Euro an zusätzlichen Zinskosten ausmachen. Auf Deutschland entfielen drei Milliarden Euro pro Jahr, rund ein Prozent des Haushalts.
Darüber könnte der Bundestag abstimmen. Das wäre auch wenigstens transparent
Doch die Gründung einer „Kraut-Mark“, wie die mögliche neue Währung mitunter despektierlich genannt werde, käme auch den in der Euro-Zone verbleibenden Ländern zugute, argumentiert die „Washington Post“ erneut unter Berufung auf Henkel. „Ein niedriger bewerteter Euro würde die Wettbewerbsfähigkeit der verbleibenden Länder verbessern und ihr Wachstum stimulieren.“

Schulden- und BIP-Entwicklung sowie Schuldenstand in Schulden- und BIP-Entwicklung sowie Schuldenstand in Griechenland

Das werde die „Exporte aus den nördlichen Ländern“, also rund um Deutschland und die neue Währung, beeinträchtigen, „aber dafür hätten sie eine geringere Inflation“. Unterm Strich, so die politisch ausgewogene „Washington Post“, gelte mithin: „Die Gründung einer neuen, auf der Mark basierenden Währungsunion unter der Beteiligung von Volkswirtschaften aus dem Norden, die eine strenge Finanzkontrolle aufrecht erhalten, könnte helfen, einiges zu retten, wenn der nächste wirtschaftliche Tsunami Europa trifft.“

Der Rat, Deutschland möge im Sinne seiner eigenen Interessen und zum Wohle des gesamten Europa aus dem Euro aussteigen, liegt weit entfernt von dem, was der US-Präsident fordert. Barack Obama und sein Finanzminister Timothy Geithner haben in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt mehr Bereitschaft von Kanzlerin Angela Merkel gefordert, Griechenland finanziell zu stützen und die Schuldenlöcher im Euro-Raum durch höhere Staatsausgaben zu stopfen.

New York Times fordert mehr Unterstützung für Griechenland
Ganz auf Obamas Linie liegt die „New York Times“ bei der Betrachtung der Euro-Krise. „Wacht Frau Merkel rechtzeitig auf?“, fragte das linksliberale Blatt am Samstag bangend. Der – ebenfalls anonyme – Kommentator zitierte Altkanzler Helmut Schmidt, der in eine Rede in Frankfurt eine pointierte Nachricht an seine Nachfolgerin gepackt habe, als er sagte: „Natürlich müssen die Starken den Schwachen helfen.“ So wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA unterstützt worden sei, dürfe Deutschland jetzt Europa nicht „ausnutzen“.

Euro-Länder wollen Paket zur Abwehr der Schuldenkrise schnüren
Die „New York Times“ fügt an: „Wir hoffen, Frau Merkel beherzigt seinen Rat.“ Doch bislang beteilige sich Deutschland nicht entschieden genug an einem Gesundungsplan für Griechenland und an Maßnahmen, um Spanien oder Italien gegen eine ähnliche Schuldenkrise zu wappnen, klagt das Blatt. Unter völliger Verkennung der Rolle des Bundesverfassungsgerichts und seiner Entscheidung vom September zur Griechenland-Hilfe heißt es weiter, Merkel habe sich „den Anti-Europa-Konservativen in ihrer Koalition gebeugt, indem sie zustimmte, dass alle weiteren deutschen Beiträge zu europäischen Hilfsmaßnahmen vorab dem Parlament vorgelegt werden“.

Zwischen zwei und drei Billionen Dollar (1,4 bis 2,1 Billionen Euro) seien allein notwendig, um Italien und Spanien vor dem Kollaps zu retten, so schätzt das Blatt aus der Finanzmetropole. Fänden die europäischen Regierungen nicht zu einem robusten Plan, wäre Deutschland am Ende „einer der größten Verlierer“.

Banken sollen Griechenland stärker entlasten
Denn, so die „New York Times“, weiter: „Das erzählt Frau Merkel ihren Bürgern nicht: Ein Europa, das sich durch Sparmaßnahmen und Rezession auf eine Abwärtsspirale begibt, wird weniger deutsche Exportwaren kaufen. Eine ungeordnete griechische Zahlungsunfähigkeit und ein Niedergang Spaniens, Italiens und Frankreichs könnten den Euro bersten lassen und Deutschland einen viel weniger wettbewerbsfähigen Umtauschkurs bescheren, als es heute genießt. Der Schaden für die Europäische Union, die Deutschlands Reintegration nach dem Krieg erleichtert hat, wäre enorm.“

Die Auswirkungen eines Scheiterns der jungen Gemeinschaftswährung auf die Weltmärkte und Weltwirtschaft wird von Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern in den USA gleichermaßen betont. Über den zielführenden Umgang mit der Krise sind die Beobachter allerdings ebenso uneins wie die Experten in Europa selbst.

The fundamentally conspiratorial quality of Anglo-American political authority.

Samstag, Oktober 22nd, 2011

June 23, 2011 By Reg Little
CONJURING HITLER

How Britain and America Made the Third Reich
By Guido Giacomo Preparato, Published by Pluto Press
336 pages, paperback

Conjuring Hitler is a commanding rewrite of many of the central mythologies of the 20th century. By Guido Giacomo Preparato, Assistant Professor of Political Economy at the University of Washington, it offers sweeping evidence that commanding figures opposed to Anglo-American interests in the 20th century, Lenin as well as Hitler, were the carefully crafted products of British political machinations.

These appear to have been inspired by the basic need to master the Eurasian landmass in order to maintain Britain’s naval-power based global order – a challenge identified by the British geographer, Halford Mackinder.

Were this reviewer not familiar with William Engdahl’s A Century of a War: Anglo-American Oil Politics and the New World Order and The Gods of Money: Wall Street and the Death of the American Century, many of the constructions in Conjuring Hitler may have seemed to demand too substantial a suspension of disbelief.

Considered together, however, these works all tend to confirm the central thesis of Conjuring Hitler, namely the fundamentally conspiratorial quality of Anglo-American political authority. This, of course, is a theme with substantial contemporary relevance, particularly when evaluating the morass of small wars in which the United States has become entangled.

While arguing powerfully and persuasively that the United Kingdom achieved much of what it set to do with Adolf Hitler, Preparato remarks only in passing, in conclusion, on the ultimately self-defeating nature of these stratagems. After all, World War II effectively stripped the United Kingdom of the remains of its Empire and subordinated it to the United States.

Equally, the United States has followed the model, using “terrorism” to give some legitimacy to wars of choice, only to find itself unable to win them even as these engagements drive it into bankruptcy.

Engdahl and Preparato almost seem to be the originators of a new genre of history – the re-evaluation of the success, grandeur, folly and failure of Anglo-American Empire. The beginning of Preparato’s brief concluding chapter reads:

“The elimination of the German menace of 1900 cost Britain dearly: her empire, her military and economic strength. Yet the English speaking idea, the imperial creed and the cultivation of the oligarchic bent were all traits that she bequeathed upon her natural, insular heir: they live on in the American establishment. Britain’s was a conscious decision; she knew the risks involved.

“The present geopolitical policy of the United States is a direct and wholly consistent continuation of the old imperial strategy of Britain. It is that unmistakable cocktail of aggression, subversion and mass murder waged at the vital nodes of the landmass from Palestine and Central Asia to the gates of China, in Taiwan and Korea, that seeks to undermine any movement towards a confederation of nations capable of turning the continental base into a Eurasian league of socio-political co-operation and defense (against Anglo-American assault).

“It took two world conflicts to destroy the German threat. World War I was a conventional siege in which the British Empire sacrificed roughly 1 million men – the first bloodletting that shook the establishment to its foundations. In the second round, which was necessary given that World War I had in fact left the Fatherland unscathed, no such effusion would have been tolerable – Britain would sacrifice 400,000 soldiers in World War II. So deception was deployed on a major scale to trip the Nazi into the inescapable war on two fronts.”

The measure of British success might be identified by the fact that the Soviet Union sacrificed 20 million and Germany 3.5 million civilians.

Elsewhere in his conclusion, Preparato writes:

“Besides, the Bolsheviks owed virtually everything to the West: the deposition of the Czar, the timing of Rasputin’s death, the political void after Kerensky, the slush funds – German and otherwise, the double crossing of the Whites, capital equipment, giant investments, military know-how…”

And:

“…..if all the foregoing is true, then it is just to lay direct responsibility for incubating Nazism and planning World War II, and indirect responsibility for the holocaust of the Jews, at the door of the Anglo-American establishment.”

This review cannot give an adequate summary of the volume of evidence that Preparato marshals in support of these conclusions. His somewhat flourishing style of writing can be both incisive and mysterious but overall it is difficult not to feel that he has advanced a convincing case that commands both respect and condemnation of British policy making.

In the process of dissecting the policies and personalities of Europe in the first half of the 20th century, Preparato gives a fascinating insight into the role of key figures at the heart of the financial “grid” that dictated most important developments on the continent.

Again, his writing seems to have relevance to contemporary financial interactions, except that there no longer seems to be any central figures in the West who exude comparable authority and competence.

Of course, the 1920s and 1930s included periods of considerable financial and economic distress, but it is hard to avoid the conclusion that these were often, like the rise of Hitler, the consequence of conscious and deliberate policies.

Preparato can seem to attribute to the British a little too much control over the process of events. He succeeds, nevertheless, in demonstrating that much of the commonly accepted demonic image of Hitler is the product of the victor’s propaganda. This totally obscures the manner in which the Nazis were continuously duped by those from a much richer culture of political intrigue.

The importance of Preparato’s (and Engdahl’s) work rests in the manner in which they are revising long unquestioned truths. They are proposing a narrative that could become increasingly popular as the international constructs put in place after the end of World War II become the object of increasing stress, criticism and re-evaluation. This includes the whole United Nations institutional framework.

It may, however, first become apparent within the European Union, where the economic strength of Germany is increasingly required to rescue many weak and dependent partners, all shepherded willy-nilly into the Western alliance – or the so-called “international community.”

Having been encouraged to re-examine the past geopolitical machinations of the Anglo-American world, could Germany discover that Eurasia offers it more opportunities than the Atlantic world to which it was subordinated in 1945?

– Reviewed by Reg Little in New Dawn 127
http://www.newdawnreviews.com/conspiracies-and-cover-ups/conjuring-hitler-how-britain-and-america-made-the-third-reich/

Ausgleich zwischen Europa und den USA

Montag, Oktober 3rd, 2011

http://www.pressemeldungen.com/2011/09/07/

Extra-Blatt, das Magazin für Politik und Zeitgeschehen, fordert in seiner aktuellen Ausgabe den Ausgleich zwischen Europa und den USA. Doch Mahnungen, aus dem Scheitern in der Vergangenheit zu lernen, haben wenig Aussicht, auf geneigte Ohren zu treffen. So wird es wahrscheinlich auch der 13. Ausgabe vom Extra-Blatt ergehen http://www.forumfilm.de , die gerade in Hamburg herausgekommen ist. Die Tatsache nämlich, dass die Erwägungen, Vorstellungen und Pläne der deutschen Führungsschicht vor 1914, das Heft in Europa so oder so in die Hand zu nehmen, zum großen Clash mit der kommenden Weltmacht Amerika führte, ist so brennend aktuell, dass diese Mahnung nicht gehört werden wird.

Denn ein vereintes Europa wird automatisch, in any case, dank Finanz- und Wirtschaftspotential, zum natürlichen Konkurrenten der gegenwärtigen Weltmacht USA. Diese Entwicklung wurde just in dem Moment virulent, als sich Washington gerade mühsam mit dem Aufstieg Chinas familiär machte (1986, Paul Kennedy, Der Abstieg der großen Mächte). Es stellt eine der großen Verfehlungen deutscher Politik in Gegenwart und Vergangenheit dar (nur der Ablehnung des “englischen Bündnisses”, im Jahre 1901vergleichbar), erwartet zu haben, Deutschland könne geradezu lautlos, und hinter Europa versteckt, mit den USA um die Position einer “Weltmacht” konkurrieren.

Es befindet sich damit ein innerlich geschwächter Staat, der äußerlich auf einem Höhepunkt seiner Geschichte zu stehen scheint, in der akuten Gefahr, zwischen den selbstgewählten Mühlsteinen der europäischen Einigung und der amerikanischen Freundschaft zermahlen zu werden. Denn ähnlich wie das Kaiserreich mit der Torheit, durch die Engländer unbemerkt, eine Flotte, als Waffe gegen die Überlegenheit Großbritanniens in der Welt, schmiedete, und ins Abseits geriet, begibt sich die Bundesrepublik (diesmal mit Festland-Europa) auf die abschüssige Straße, eine neue “Weltmacht” neben die noch weltbeherrschenden Vereinigten Staaten zu stellen.

Dass beide Male eine Antwort erfolgen mußte, erlebten und erleben wir mit dem Ersten Weltkrieg, und gerade mit dem Finanz- und Währungskrieg um Euro und EU. Dass sich Europa nun, geradezu sprachlos, diesen Gegebenheiten ausgesetzt findet, mag jener Überraschung gleichen, die in Deutschland langsam um sich griff, als z.B. Ludendorff erkennen mußte, einen welch bedeutenden militärischen Faktor die USA, 1916 / 18, an der Westfront in Frankreich darstellten. Die Kriegserklärung Deutschlands, im 2.Weltkrieg an die USA (Dezember 1941), bildete lediglich eine weitere Schraubendrehung in diesem (bewussten) Vorgang von Nichtverstehen.

Und wie werden wir die Vorgänge um Athen, Rom, Paris, und auch London morgen kommentieren?

(Ende)

Aussender: Extra-Blatt
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